Zeittafel

Die Gründung des Allgemeinen Deutschen Motorsport Verbandes am 2. Juni 1957 war nicht der Beginn des Motorsports in der DDR.
 
Bereits 1947/1948 gab es in Deutschland neben der Meisterung des Alltags, der Linderung der Auswirkungen des furchtbaren Krieges und dem Wiederaufbau Bestrebungen, Motorsport zu organisieren.
 
Die Zeittafel beginnt 1946 - einzig allein deshalb, um auch den zeitgeschichtlichen Anspruch der Entwicklung des Motorsports in beiden teilen Deutschlands zu erfüllen. Im Osten Deutschlands war nach der Sektion Rennsport ab 1957 der ADMV die dafür zuständige Motorsportorganisation.
 
Zur Beachtung:
1933 wurden die bestehenden Motorsportorganisationen in Deutschland politisch bedingt aufgelöst bzw. zwangsfusioniert.
 
(kursiv: Motorsportverbände in der im September 1949 gegründeten BRD)

1977

Vereinbarung des Reisebüros mit dem ADMV zur Entwicklung des Tourismus im Verband und besseren Betreuung der Mitglieder.
ADMV-Motorbootrennsportler (A. Shell, B. Beckhusen, O.J. Schumburg, K. Driefert, B. Danisch, H. Gärtner) gewinnen den zum 2. Mal ausgetragenen "Freundschaftspokal" in Polen.

1975

Moto-Cross auf der "Alten Warth" ist populär und wird von der Kali-Industrie finanziell und materiell unterstützt.

1973

Wirksamkeit des Beschlusses von 1972! Einzige Ausnahme: Die Sportabteilungen der Fahrzeugproduzenten in Suhl, Zschopau, Zwickau und Eisenach starten weiterhin im nichtsozialistischen Ausland. Die Fahrer haben internationale Lizenzen des ADMV.
Die Armee-Sportvereinigung (ASK) zieht sich aus dem Motorsport des ADMV zurück.
Die Sportvereinigung "Dynamo" (Polizei) beteiligt sich weiterhin am Speedway, Moto-Cross und Motoball.
1. "Silberner Stahlschuh" im Speedway in Meißen
Letztes Rennen auf der "Bernauer Schleife" (heute Dreieck Schwanebeck)
Der Orientierungssport geht aus dem Touristiksport hervor.

1971

Letztes Rennen auf der Dresdener Autobahn-Spinne
1. Moto-Cross-WM im "Talkessel" zu Teutschenthal (250 ccm)

1969

Bernd Beckhusen und Rudolph Königer werden die ersten Motorboot-Rennsportweltmeister für den ADMV.
10. Frohburger Dreieck-Rennen

1976

Auto-Cross wird im ADMV als Meisterschaftssportart eingeführt.
Bildung der sozialistischen Entwicklungskollektive im Automobilrennsport.
Formelfreie Rennwagen werden in Kleinserie gebaut. (1.000 ccm, später 1.300 ccm, Mitte der 80er Jahre 1.600 ccm)

1974

4. Verbandstag des ADMV in Berlin
Die internationalen Wettbewerbe "Pokal für Frieden und Freundschaft" erleben eine Blütezeit. Gefahren werden sie im Straßenrennsport, Enduro, Moto-Cross, Bahnsport, Motoball, Automobilrallyesport, Kart, Motorbootrennsport, Wasserski und später auch im Auto-Cross und Trial.
Letztes Bautzener Autobahnring-Rennen
Einführung der Trophäe "Goldener Helm des ADMV" am Bergring in Teterow

1972

Der ADMV beschließt, ab 1973 keine WM- und EM-Veranstaltungen mehr auszurichten. Im weiteren sollen Aktive des ADMV nicht mehr an Wettbewerben im kapitalistischen Ausland teilnehmen.
Letzter WM-Lauf für Motorräder auf dem "Sachsenring"
Letzter Moto-Cross-WM-Lauf in Apolda
Letzter Rallye-EM-Lauf in Berlin
Letzter Enduro-EM-Lauf in Zschopau

1970

Peter Rosenow und Konrad von Freyburg werden Motorboot-Rennsport-Weltmeister.
3. Verbandstag des ADMV in Dresden
Moto-Cross-WM in Schwerin / Lankower Berge

1968

Werner Salevsky und Peter Uhlig werden die ersten Enduro-Europameister für den ADMV.
Bahn-WM in Meißen und Stralsund.