Max Niedermaier wurde Deutscher Eisspeedwaymeister

 
ESWB2017 1Bevor am 4. und 5. März die weltbesten Spike-Ritter beim 44. Eisspeedway Berlin im Horst-Dohm-Eisstadion ihre Grand Prix 7 und 8 der Eisspeedway-Weltmeisterschaft austragen, war am 2. März, die nationale Elite vor rund 1.200 Gästen zugange.
 
Dabei setzte sich der 28-jährige Bayer Max Niedermaier gegen Hans Weber und Markus Jell, ebenfalls aus dem Freistaat, durch. Nach 20 Heats hatte der Landwirt aus Edling die Maximalpunktzahl erreicht (Foto: Siegerehrung).

„Viermal bin ich Vize geworden, doch nun hat es endlich einmal mit dem Titel geklappt. Auch wenn Günther Bauer vorzeitig aus dem Rennen ausgestiegen ist, Titel ist Titel“, meinte Max Niedermaier nach seinem bisher größten Triumph seiner Karriere und spielte darauf an, dass sich der Rekordmeister nach einer gegen ihn von der Jury in Heat fünf verhängten Lauf-Disqualifikation abmeldete.
 
Was war geschehen? Im jenem Heat lag Hans Weber drei Runden lang in Führung, doch nach der finalen Attacke landete dieser in den Strohballen. Während Günther Bauer argumentierte, in Führung gelegen zu haben, begründete die Jury ihren Entscheid damit, dass Günther Bauer den auf der Außenbahn fahrenden Hans Weber nicht genügend Platz ließ.
 
Das alles kümmerte Max Niedermaier herzlich wenig, denn er fügte an: „Ich bin diesmal so oder so nach Berlin gekommen, um Meister zu werden, denn auch in der WM fühle ich mich in dieser Saison viel stärker als die letzten Jahre. Das hat auch damit zu tun, dass ich von unserem neuen Team Eisspeedwayunion Berlin fantastisch unterstützt werde. Für mich ist damit ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen.“

Aber auch Hans Weber war mit Platz zwei nicht unzufrieden, zumal am Ende nur ein Punkt, resultierend aus dem direkten Duell mit Max Niedermaier, den Ausschlag gab. Nach zuletzt drei vierten DM-Plätzen durfte er nun endlich an der Siegerzeremonie teilnehmen. So auch Markus Jell, der jedoch schon 2014 den dritten Rang belegte.

ESWB2017 2Sensationeller Vierter wurde des neuen Meisters Stallgefährte im Team Eisspeedwayunion Berlin, Tobias Busch. Der ebenfalls 28-jährige Norddeutsche aus Lassentin fährt erst seit diesem Winter zusätzlich zum „normalen“ Speedway Eisspeedway.
 
Nach einigen Achtungserfolgen in kleinere Rennen und seinem ersten internationalen Einsatz am vorangegangenen Wochenende bei der Europameisterschaft im russischen Ufa, wo er starker Neunter wurde, ließ er bei seinem Heimrennen in Berlin erneut aufhorchen.
 
„Platz vier, damit bin ich super zufrieden, denn damit hätte ich nie gerechnet. Ich denke, ich kann von mir behaupten, dass ich in kürzester Zeit bereits das DM-Niveau erreicht habe und dieses Ergebnis nicht von ungefähr kommt“, meinte der „Dual-Bahnsportler“, umringt von seinen mitgebrachten Fans.
(Foto: Rennleiter Bernd Sagert, Max Niedermaier, Tobias Busch, Tuner Steffen Höppner).

Am Freitag, dem 3. März, wird das Eisspeedway-Fest in Berlin mit dem Training der WM-Piloten ab 13.00 Uhr fortgesetzt. Am Samstag und am Sonntag werden die beiden gleichwertigen Grand Prix 7 und 8 zur Eisspeedway-Einzel-WM 2017 ausgetragen.
 
Text und Fotos: Thorsten Horn

Ablauf und Ticketpreise
Freitag, 3. März, Training Eisspeedway-WM
Eintritt: 10,00 €
Einlass: 11:00 Uhr
Beginn Training: 13:00 Uhr
Ende: ca. 14:40 Uhr

Sonnabend, 4. März, Rennen Eisspeedway-WM (GP7 2017)
Eintritt: 19,00 € - 38,00 €
Einlass: 14:00 Uhr
Autogrammstunde: 15:45 - 16:25 Uhr (Fahrerlagereingang)
Eröffnung: 16:40 Uhr
Beginn: 17:00 Uhr
Ende: ca. 19:30 Uhr

Sonntag, 5. März, Rennen Eisspeedway-WM (GP8 2017)
Eintritt: 19,00 € – 38,00 €
Einlass: 11:00 Uhr
Autogrammstunde: 12:45 - 13:25 Uhr (Fahrerlagereingang)
Eröffnung: 13:40 Uhr
Beginn: 14:00 Uhr
Ende: ca. 16:30 Uhr

„Berlin-Ticket“, Donnerstag bis Sonntag, 2.-5. März
DM, WM-Training, GP7 2017, GP8 2017: 79,00 € - 89,00 €