Der Eisaufbau hat begonnen

Eisaufbau BerlinZwar ist noch etwas Zeit bis zum nächsten motorsportlichen Großereignis im Horst-Dohm-Eisstadion in Berlin-Wilmersdorf, doch schon jetzt laufen neben den organisatorischen Vorbereitungen auch die praktischen.
 
Damit das 43. Eisspeedway Berlin vom 3. bis 6. März ordnungsgemäß über die Bühne gehen kann, braucht man natürlich vor allem Eis, und davon nicht zu knapp.
 
Wenn zunächst die Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft am Donnerstag und nach ihrem Training am Freitag dann am Samstag und Sonntag (5. und 6. März) die weltbesten Spikeritter dieses mit ihren bis zu 350 28 Millimeter langen „Nägeln“ malträtieren, muss dieses einiges aushalten und entsprechend dick sein.
 
Sind für das allgemein bekannte Eislaufen fünf bis sechs Zentimeter Eisdicke vollkommen ausreichend, benötigt man zum Eisspeedwayfahren mehr als 20 Zentimeter. Um diese Eishöhe zu erreichen, muss man natürlich früh genug anfangen, was dieser Tage geschehen ist.
 
Dass dieser Eisaufbau eine so langwierige Angelegenheit ist, hängt auch mit den derzeit viel zu milden Außentemperaturen zusammen, aber auch, weil sich die von unten zu kühlende Oberfläche immer weiter von der Kühlquelle entfernt.
 
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Qualität des Eises. Entgegen der allgemeinen Annahme, dass Eis gleich Eis ist, kann dieses sehr wohl zu hart sein und dadurch in größeren Stücken ausbrechen und die Eisdicke demzufolge stark schrumpfen. Ist es zu weich, bietet es den Fahrern nicht genügend Kurvenhalt. Der Fachmann spricht deshalb gern von einem homogenen Eis, welches der beste Kompromiss zwischen zu hart und zu weich ist. Diesen Zustand herzustellen, ist eine kleine Kunst. Berlin hat diesbezüglich sehr gute und erfahrene Eismeister, so dass es auch in diesem Jahr keine Schwierigkeiten geben wird.

Text: Thorsten Horn
Foto: Bernd Sagert
www.eisspeedwayunion-berlin.eu