Deutscher Eisspeedwaymeister: Günther Bauer

EisspeedwayDMDer Publikumsliebling Per-Olof Serenius aus Schweden gewann am 26. März in Berlin das Rennen um die Deutsche Eisspeedwaymeisterschaft. Den Titel holte jedoch Günther Bauer (Reit im Winkel) vor Max Niedermaier (Edling) und Stefan Pletschacher (Ruhpolding).

Der 43-Jährige Günther Bauer wurde seiner Favoritenstellung gerecht und gewann seinen insgesamt achten nationalen Titel.

Dieser hatte allerdings einen kleinen Makel, denn da es in dieser ganz besonderen Motorsportdisziplin mangels der Möglichkeiten allgemein nur sehr wenige Fahrer gibt, wurde das übliche 16er Feld mit internationalen Fahrern ergänzt, wobei diese außer Wertung fuhren.

Der namhafteste war der 66-jährige Per-Olof „Posa" Serenius. Der zweimalige Weltmeister hat vor 38 Jahren in Berlin seine internationale Karriere begonnen und machte auf seiner Abschiedstour von der großen internationalen Bühne noch einmal im Horst-Dohm-Eisstadion im Berliner Bezirk Wilmersdorf halt.
Dabei zeigte er eindrucksvoll, dass er von seinem Können nichts eingebüßt hat.

Während sich die deutschen Top-Piloten Stefan Pletschacher als amtierender Deutscher Meister, Max Niedermaier und Günther Bauer in den Vorläufen reihenweise die Zähne ausbissen und im direkten Vergleich Punkte gegen ihn verloren, gewann „Posa" alle seine Heats und war mit Punktemaximum der umjubelte Tagessieger – aber eben nicht der Deutsche Eisspeedwaymeister 2015.

Die Eisspeedway-DM und -Team-WM wird von der Eisspeedwayunion Berlin e.V. im ADMV in Zusammenarbeit mit vielen „alten Hasen" des DMV und ebenso ehrenamtlich arbeitenden Helfern organisiert. Nach drei Jahren Eisspeedway ohne WM-Prädikat kehrt die Weltmeisterschaft in die Hauptstadt zurück, und mit der Mannschafts-WM sogleich das Eisspeedway-Highlight eines jeden Jahres.

Auf dem Foto v.l.: Rennleiter Bernd Sagert, Max Niedermaier, Günther Bauer, Stefan Pletschacher, Vorsitzender der Eisspeedwayunion Berlin e.V. Frank Steinmetz

Text und Foto: Thorsten Horn
www.eisspeedwayunion-berlin.eu