Der Vorstand stellt sich vor - Bernd Sagert

Wir möchten euch gerne unseren Vorstand einmal genauer vorstellen und haben uns dafür ein paar Fragen ausgedacht, die uns die Vorstandsmitglieder beantwortet haben.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß dabei!

 

Hallo,

Schön, dass Sie sich Zeit genommen haben unsere Fragen zu beantworten. Beginnen wir zunächst mit einer kleinen Vorstellung. Wer sind Sie und was genau machen Sie im bzw. für den ADMV e.V.?

Ich bin Bernd Sagert, bin im Präsidium der Sportpräsident für Motorradsport und erster Stellvertreter des Präsidenten des ADMV.  Dann bin ich nebenbei noch im Vorstand des ADMV MV und des LMFV MV. Aber „Groß“ geworden bin ich im MC Nordstern Stralsund, dem ich seit 1982 angehöre und auch dort bin ich bereits seit Jahrzehnten als Rennleiter im Verein tätig.

Was macht Ihnen daran besonders viel Spaß?

Nach dem die sportliche Karriere „mittelprächtig“ lief und dann in den 1980iger Jahren „noch sehr jung“ endete, wollte ich dem Sport nicht einfach den Rücken kehren, sondern ihn weiterhin mitgestalten. Ab 1990 (auch durch die Wende in Ostdeutschland) wurde dies dann immer mehr… - kurz - am meisten Freude macht mir das Gestalten von Motorsport.

Wie haben Sie damals den ADMV e.V. kennengelernt? Waren/Sind Sie selbst im Motorsport aktiv?

Da ich in der DDR aufgewachsen bin, war es klar, dass kein Weg am ADMV vorbeiging. Ich fuhr in jungen Jahren dann selbst Speedway und erlernte dieses im traditionsreichen Stralsund Paul-Greifzu-Stadion. Dann hatte ich auf der Leipziger Bahn einen schweren Unfall, der mich dazu zwang mit dem aktiven Motorsport aufzuhören. Ich wurde nach der Wende OMK-Rennleiter in Stralsund und machte meine Lizenzen im nationalen und internationalen Bereich und zählte zu den jüngsten FIM Rennleitern der Welt – wenn nicht der Jüngste überhaupt mit 22 Jahren – jetzt bilde ich selbst Rennleiter aus. In meiner Laufbahn war ich bis jetzt verantwortlich für 454 Rennveranstaltungen, darunter 77 WM oder EM-Veranstaltungen inkl. Finalveranstaltungen und weitere 109 DM Veranstaltungen.

Haben Sie sich dann als Vorstandsmitglied beworben oder wie sind Sie auf dieser Position gelandet?

Ich wurde von einem Freund, Harald Täger, angesprochen, ob ich das machen möchte, da er mir das zutraute. Dies machte er, obwohl wir nicht immer gleicher Meinung waren und sind, aber wir verfolgen beide zu 100% das gleiche Ziel ….

Welche Wünsche und welche Ziele haben Sie in Zukunft für den ADMV ?

Das ist nicht so einfach zu beantworten, denn die sich immer schneller ändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verlange auch bei uns und unserem Ehrenamt immer schnelleres Handeln.

Strukturen der 1950iger Jahre sind lange überholt und ein ständiger Konkurrenzkampf. Auch unter den Motorsportverbänden verbrennt leider viel zu viel Energie. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, mit einem oder sogar einigen Motorsportverbänden echte Partnerschaften einzugehen, um Synergien für alle Seiten zu erschließen. Das setzt aber auch voraus, dass man selbst auch auf seinen Posten verzichten kann und muss, um für das „Gesamtwohl“ des Motorsports und dessen Nachhaltigkeit etwas zu erreichen.

Ich stehe nicht für weitere 60 Jahre ADMV – koste es was es wolle – das bin ich nicht, da müssen andere Konzepte her, sonst wird uns die Zeit einholen. Wir im Vorstand arbeiten zurzeit an derartigen Veränderungen, die uns für die Zukunft neu und gut aufstellen sollen.

Was hat Ihnen während des Lockdowns am meisten Spaß gebracht?

Ich hatte mal Freizeit für was Anderes - wir haben im heimischen Verein – MC Nordstern Stralsund –

enorme Veränderungen an der Motorsportanlage vorgenommen und Sanierungen durchgeführt, die unter normalen Rennbedingungen nie möglich gewesen wären und viele haben dabei mitgeholfen – an dieser Stelle: Allen ein Danke, die sich Woche für Woche in ihren Vereinen derart einbringen und unschätzbare Werte schaffen.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für die Beantwortung der Fragen genommen haben! Wir wünschen Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund!