Motorsport in Bad Schmiedeberg Rallye in der Dübener Heide

Der Dauerabonnent auf den Gesamtsieg, Jukka Ketomäki, fehlt. (Sascha Graf)

Bad Schmeideberg - Nach einem knappen halben Jahr Pause im Rallyesport auf dem Gebiet der neuen Bundesländer stehen alle aktiven Motorsportler des Landkreises Wittenberg bereits ungeduldig zum Start der 15. ADMV Rallye Kurstadt Bad Schmiedeberg bereit. Mit rund 90 Teams in der Teilnehmerliste der Bestzeitenrallye, denen 13 Fahrzeuge in der Wertung zur 5. ADMV Histo-Rallye Kurstadt Bad Schmiedeberg vorausfahren, blickt das Organisationsteam des Motorsportclub Bad Schmiedeberg zwar auf rekordverdächtige Starterzahlen, steht jedoch gleichfalls vor immensen Herausforderungen.

 

Gestartet wird am Sonnabend wie gewohnt um 12.31 Uhr auf dem Bad Schmiedeberger Kurplatz, die Teilnehmer der Histo-Wertung gehen 45 Minuten vorher auf die Strecke.

Die sicher erfreuliche Menge an Teilnehmern ist zum einen eine angemessene Würdigung der herausragenden Leistungen des Organisationsteams, denn im Laufe der Jahre hat sich die Veranstaltung zu einer der beliebtesten Rallyes in Ostdeutschland gemausert – hier wird Motorsport von ehemals Aktiven für Aktive und Fans mit Hingabe und dem richtigen Blick für die Details organisiert.

Zum anderen steht die Truppe der Organisatoren rund um das Team Remo Palm und René Gerth an diesem Wochenende auch vor einer immensen Aufgabe. Zu der größten Herausforderung zählte neben der Erstellung eines für das umfangreiche Starterfeld realistischen Zeitplanes ebenso die Kreation eines für alle Teilnehmer, Helfer und Zuschauer durchführbaren Hygienekonzeptes.

Reizvolle Prüfungen

An der Streckenauswahl hat man sich in diesem Jahr aufgrund genannter Prioritäten nicht allzu lange aufgehalten, es wurden bekannte Abschnitte aus den vergangenen Jahren neu zusammengesteckt und auf dieser Basis wieder zwei sehr reizvolle Start-Ziel-Prüfungen vorgegeben, welche sich durch eine spannende Topographie mit einem anspruchsvollen Wechsel von Kuppen, Kurven, Senken, Ortsdurchfahrten und Waldpassagen auszeichnen.

Eine feste Konstante, jedoch ebenso mit leicht modifizierter Streckenführung, ist auch in diesem Jahr wieder der Rundkurs zwischen Bad Schmiedeberg, Patzschwig und Korgau mit großer Festwiese und Showprogramm. Insgesamt gilt es für alle Teilnehmer, 62 Kilometer bei höchster Konzentration in Wertung zu absolvieren, von denen 27 km über Asphalt und mit rund 35 km mehr als die Hälfte über Schotter führen.

Das ohnehin bereits vielversprechende Starterfeld, zu dem neben den Teams aus ganz Deutschland auch Teilnehmer aus Dänemark, der Schweiz sowie Österreich zählen, gestaltet sich in diesem Jahr besonders an der Spitze wieder spannend, da mit den coronabedingt fehlenden Teams aus Finnland auch der nach acht Siegen in Folge gefühlte Dauerabonnent auf den Gesamtsieg, Jukka Ketomäki, in der Aufstellung fehlt.

Besonders dicht dran und nur um wenige Zehntelsekunden geschlagen geben musste sich im vergangenen Jahr Dark Liebehenschel, der mit seinem Mitsubishi Lancer für den Bad Schmiedeberger Verein an den Start geht. Jedoch hat auch er keine leichte Aufgabe vor sich, muss er sich doch im Kampf um die Bestzeiten in jedem Fall mit den beiden Skoda Fabia von Philip Geipel aus Plauen und Julius Tannert aus Lichtentanne, die in der nachträglich zugelassenen Klasse R5 starten, messen.

Ebenfalls für den Motorsportclub Bad Schmiedeberg gehen das Team Thomas und Melanie Schultz aus Rettert in ihrem Renault Clio sowie Marcel Eichenauer aus Ruhla als Co-Pilot von Jeffrey Wiesner im Volvo 940 neben den einheimischen Teams Steffen Günl und Ingmar Schau aus Trebitz (Nissan Micra), Stephan Ahlert aus Bad Schmiedeberg im VW Golf 2 GTI sowie dem Lutherstädter Tobias Gutewort (BMW E30 318is) an den Start.

Neben zahlreichen weiteren Teams aus dem Wittenberger Landkreis sind vom Motorsportclub Wittenberg mit dem Team Ronny Broda/Matthias Eben im BMW E36 318is und den Fahrern Uwe Joachim im VW Polo GTI sowie Frank Zischkale, in einem weiteren BMW am Steuer, auch die Co-Piloten Florian Pitzk und Benjamin Derda im Einsatz.

Versorgung ist abgesichert

Während der gesamten Veranstaltung sowie bereits am Freitag zur technischen Abnahme ist die kulinarische Versorgung im Rallyezentrum und an der Festwiese unter Einhaltung der Hygienebestimmungen gesichert. Zudem kann nach der Veranstaltung der Staub der Rallyestrecken zur Siegerehrung, welche in diesem Jahr aufgrund der vorgegebenen Bedingungen allerdings ohne Festzelt am Sonnabend für 21.30 Uhr geplant ist, aus der Kehle gespült werden. (mz)

Text: Jana Dürr
Foto: Sascha Graf