Interview mit Kai Hummel

Liebe ADMV-Mitglieder,
 
heute haben wir für Euch wieder etwas ganz Besonderes! Ein Interview mit dem 10-jährigen Kai Hummel.
Wir möchten Euch in Zukunft öfter zeigen, was unsere Sportler leisten und natürlich besonders die Mädels auch mal ein bisschen zur Wort kommen lassen, denn gerade in einem männderdominierenden Sport ist Durchsetzungsvermögen besonders wichtig. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen des Interviews und würden uns natürlich freuen, wenn auch ihr euch auf unserer Seite vorstellen würdet und interessante Einblicke in euren Sport mit uns teilen möchtet. Schickt uns dazu doch gerne einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 
Interview mit Kai Hummel (geb. 17.01.2010)
 

Wie kam es dazu, dass du auf einem Pocketbike fährst?

Mein Papa und mein Onkel fahren beide bei Pocketbike Sachsen Event.

Mein Papa hat mich 2016 zu einem Schnupperkurs angemeldet und das Fahren hat mir sofort viel Spaß gemacht und ich bin dann auch gleich in die erste Saison gestartet, auf einem einfachen China Bike, einer Lucky 7.

Was begeistert Dich an diesem Sport?

Mir gefällt das Fahren sehr und auch der Wettstreit mit den anderen Kindern macht mir riesigen Spaß. Auch die Teams sind super cool.

Was ist dein Lieblingsrennen, auf das Du Dich schon im Vorfeld freust?

Da ich aus dem Vogtland komme würde ich schon sagen, das mir meine „Heimstrecke“ in Bernsgrün richtig gut gefällt. Aber auch der Harzring - was ja eine echte Rennstrecke ist - ist ein sehr schönes Erlebnis.

Welche Fähigkeit muss ein Pocketbike Fahrer haben?

Eigentlich muss man schon ein bisschen verrückt sein und auch Mut haben, sich so in die Kurven zu legen, wobei es viel Übung braucht. Das sieht einfacher aus als es dann ist ;-) Auch muss man schon recht fit sein denn das Fahren strengt schon an und im Sommer, wenn es richtig heiß ist, macht man schnell Fehler, Kondition braucht man.

Wie sieht Deine Vorbereitung auf die Rennen aus?

Die Vorbereitung für die Rennen beginnen meist schon eine Woche vor dem Rennen, bzw. sind eigentlich den ganzen Sommer über, es gibt immer was zu schrauben oder zu reparieren. Werkzeuge und Ersatzteile müssen besorgt und eingepackt werden. Wenn es über das Wochenende geht, fahren wir so gut wie immer mit dem Wohnwagen, der muss ja hinterher auch wieder sauber sein, sonst schimpft die Mama.

Welche Protektoren trägst Du?

Als Schutzausrüstung kommt eine Lederkombi mit Lederhandschuhen und natürlich ein Vollhelm zum Einsatz. Einen Rückenprotektor werde ich mir wohl für diese Saison mal noch zulegen, man wird ja schneller … und ein Sturz bei hoher Geschwindigkeit ist nicht lustig, den auch die Pocketbikes können je nach Strecke 80 km/h und auch mehr erreichen.

Hast Du einen Ernährungsplan?

Einen Ernährungsplan direkt habe ich nicht, aber ich ernähre mich sehr gesund, esse viel Obst und trinke am liebsten Wasser.

Welche Sportarten wirken unterstützend fürs Pocketbike fahren?

Auch Sport außerhalb der Rennstrecke ist extrem wichtig, ich spiele noch Fußball bei uns im Dorf und mache noch Leichtathletik, dort sind die 800 und 3000 m meine Stärken, also die Ausdauer-Sportarten, fahre Fahrrad und Stunt Scooter. Ich denke aber, dass jede Art von aktivem Sport sehr nützlich ist.

Wie finanzierst du deinen Sport?

Den ganzen Spaß bezahlt mein Papa, das Motorrad, die Ersatzteile sowie Ausrüstung, wir haben keine Sponsoren, aber es ist halt ein cooles Hobby ;-)

Auf was bist du besonders stolz?

Das schönste Erlebnis, auf das ich schon stolz bin, ist der 3. Platz auf dem Harzring, in meiner 2. Saison. Das war ein Regenrennen und ich war eigentlich chancenlos auf eine Top-Platzierung. Ich bin aber im Regen fehlerfrei gefahren, während sich die anderen Fahrer die Strecke aus der Nähe betrachteten und stürzten. Daran erinnere ich mich heute noch sehr gern.

Welche Ziele hast du dir für die nächste Saison gesetzt?

Als Ziel stelle ich mir natürlich eine Top 3 Platzierung in der Meisterschaft.

Wir haben diese Saison zum ersten Mal sehr viele Neuteile für mein Bike.

Die letzten Jahre waren wir eher auf gebrauchten Teilen gefahren, was natürlich nicht optimal war – aber der Spaß mit dem Team, der Waffenschmiede Turm ist immer da und die unterstützen uns nach ihren besten Möglichkeiten.