Den Toyota Corolla gibt es in fünf Versionen

Der japanische Hersteller löste mit ihm den etwas glücklosen Auris ab
 
Erstmals rollte 1966 ein Corolla auf den Markt – seither wurden viele Millionen dieser Fahrzeuge verkauft. In Deutschland erfreute sich der kompakte Japaner seit 1971 wachsender Begeisterung. 2013 trat als Nachfolger der Auris an. Doch irgendwie vermissten die Kunden wohl den Corolla. So wurde im vergangenen Jahr als Auris-Nachfolger wieder ein Corolla auf die Räder gestellt. Die Preise beginnen bei 20 990 Euro.
 
Seit April sind drei Corolla-Versionen auf dem Markt: der Fließheckler, die Limousine und die Kombiversion Touring Sports. Im kommenden Jahr sollen der Corolla Trek mit Crossover-Optik und der Corolla GR Sport folgen. Während die Limousine bewährt elegant auftritt, wirkt der kompaktere Fließheckler eher sportlich. Gegenüber dem Vorgänger ist der dynamisch gestylte Corolla Touring Sports fast sechs Zentimeter länger; sein Radstand legte sogar um zehn Zentimeter zu. So kann er das stattliche Gepäckraum-Volumen von 596 bis maximal 1606 Litern bieten.
Pro Jahr will Toyota rund 20 000 Corollas in Deutschland zu Preisen ab 20 990 Euro verkaufen. Wenn es nach den Plänen von Toyota geht, werden sich 84 Prozent der Käufer für einen Hybrid-Antrieb entscheiden und nur 16 Prozent für den 85 kW/114 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner, kombiniert mit Handschalter oder auf Wunsch auch mit einer Automatik.
Im Angebot sind zwei Hybridversionen mit unterschiedlich starken Benzinern: einem 1,8-Liter-Motor mit 90 kW/122 PS Systemleistung und einem 2,0-Liter-Motor mit einer Systemleistung von 132 kW/180 PS. Kombiniert sind die Antriebe jeweils mit CVT-Getrieben. Für das Fahrwerk mit einer neuen Multi-Lenker-Hinterachse stehen die Fahrprogramme maximal Eco, Comfort, Normal, Sport S, Sport S+ und Custom zur Wahl – Federung und Dämpfung lassen sich so ganz individuell auf die Straßenverhältnisse anpassen.
Die Front eines jeden Corolla wird durch die schmalen, in die Seiten gezogenen Scheinwerfer mit LED-Leuchttechnik geprägt. Die komfortabelsten Platzverhältnisse für Passagiere und Gepäck bietet natürlich der Kombi, der ab der B-Säule eigenständig gestaltet ist. Die Limousine ist zwei Zentimeter kürzer als der Kombi. Auch wenn diese Bauart hierzulande nicht so beliebt ist – sie wirkt richtig edel und hat zumindest in China große Chancen. Mittlerweile soll es aber auch in Deutschland mehr Limousinen-Fans geben.
Den Innenraum dominiert die Armaturentafel mit großem Infotainment-Display. Angeboten werden unter anderem ein Head-up-Display und LED-Matrixscheinwerfer. Neue oder erneuerte Assistenten begleiten den Fahrer – so das verbesserte Sicherheitssystem „Toyota Safety Sense“, das Fußgänger und Radfahrer erkennt, die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Start&Stopp-System im Stau, der aktive Spurhalte-Assistent und die Verkehrszeichenerkennung.
Wir nahmen im Kurztest die Hybrid-Limousine, die nur mit der Motorisierung 1.8 Hybrid und ab der Ausstattung Comfort für 27 990 Euro lieferbar ist, etwas genauer unter die Lupe. Ruhig und gelassen geht es durch den Stadtverkehr – hier kommt vor allem der Elektromotor zum Zuge. Das wirkt sich natürlich entscheidend auf den Kraftstoffverbrauch aus, der laut Toyota bei kombinierten 3,4 Litern liegen soll.
Rund zwei Liter mehr verbraucht die Limousine im realen Mischverkehr auf Stadtstraßen, Landstraßen und Autobahn. In jedem Falle vermittelt das Fahrzeug mit seiner direkten Lenkung und der ausreichend straffen Federung ein sicheres Gefühl. Dazu tragen vor allem das neues Feder-Dämpfer-System, ein tieferer Schwerpunkt, eine breitere Spur sowie eine um 60 Prozent steifere Karosserie bei.
Text: Eva-Maria Becker
Fotos: Toyota