Der sportlich-elegante Infiniti Q50 gefällt mit Hybridantrieb

InfinitiNach vier Jahren Bauzeit hat der japanische Hersteller Infiniti seiner Mittelklasse-Limousine ein Facelift verpasst. Das überarbeitete Modell besticht durch ein klasse Design, modernste Technik und vermittelt Fahrspaß.
Die Preise beginnen bei 38 900 Euro. Damit nimmt Infiniti die Konkurrenz aufs Korn – den BMW 3er, den Audi A4 und die Mercedes-Benz C-Klasse. Ein klarer Nachteil für Infiniti ist allerdings, dass keine Kombi-Version geplant ist.

Schade nur, dass diese schicke Limousine nicht gleichzeitig einen richtigen Namen bekommen hat. Sie wird emotionslos als Q50 bezeichnet. Doch gerade Emotionen entfacht der 4,79 Meter lange Viertürer mit seinen aufregenden Linien zweifellos. Die markante Front mit dem neuen Grill im Doppelbogendesign und neu kreierten LED-Scheinwerfern sowie kräftige Konturen machen das Fahrzeug unverwechselbar und veranlassen Neugierige zur Nachfrage.

Auch im Innenraum waren die Designer bemüht, etwas ganz Besonderes zu schaffen. Jedes Detail ist wohl durchdacht und mit hochwertigeren Materialien, doppelten Nähten und neuen Holzleisten auf luxuriöse Anmutung getrimmt. Zwei Touchscreens und eine Bose-Soundanlage dominieren das Interieur.

Neu ist, dass alle verfügbaren Assistenzsysteme im „ProPilot“ vereint sind, der künftigen Basis für das autonome Fahren bei Infiniti. Das Platzangebot ist sowohl in der ersten Reihe, als auch im Fond wirklich üppig, und auch große Passagiere können bequem und entspannt reisen.

Schon das Einstiegsmodell hat neben der kompletten Sicherheitsausstattung auch eine umfangreiche Komfortausstattung an Bord – so das Infotainment-System Infiniti InTouch, einen Fahrmodus-Wahlschalter, das Start-Stopp-System, eine Rückfahrkamera, das Geräuschunterdrückungssystem, eine aktive Spursteuerung, eine Zwei-Zonen-Klimaanlage und eine Ski-Durchreiche.

Als Antriebe stehen für den neuen Q50 ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit 155 kW/211 PS, ein 125 kW/170 PS starker 2,2-Liter-Turbodiesel, der als erstes Aggregat aus der Kooperation mit Mercedes-Benz stammt, ein 3,0-Liter-Twin-Turbo-V6 mit 298 kW/405 PS sowie ein Hybrid-System – eine Kombination aus einem 3,5 Liter-V6 mit 225 kW/306 PS und einem 50 kW/68 PS starken E-Motor und zwei Kupplungen – zur Wahl.

Auf Strecken von einigen hundert Metern und bei niedrigen Geschwindigkeiten fährt der Q50-Hybrid auch rein elektrisch. Das drückt den Normverbrauch auf 6,2 Liter pro 100 Kilometer. Doch wenn es darauf ankommt, ist dieses Fahrzeug eine Rakete mit enormem Sprintvermögen: So wird Tempo 100 aus dem Stand in 5,1 Sekunden und die Spitze bei 250 km/h erreicht.

Der Q50 arbeitet mit Heckantrieb, jedoch ist die Hybridversion mit Allradantrieb kombiniert. Im Kurztest mit dieser Modellversion überzeugen sowohl die Power vom Start weg, als auch die Handling-Eigenschaften – nicht zuletzt durch die direkt-adaptive Lenkung, die es zum einen erlaubt, mühelos zu manövrieren und zum anderen, mit einer straffen Lenkung sportlich-dynamisch zu agieren.

Dabei kann der Fahrer die Lenkkraft und die Lenkübersetzung ganz individuell einstellen und für sich speichern. Der Lenkwunsch des Fahrers wird per Sensoren und Elektromotoren umgesetzt – die Lenksäule wird damit eigentlich überflüssig. Weil elektrische Systeme aber auch einmal ausfallen können, ist sie dennoch für den Notfall an Bord.

Text: Eva-Maria Becker
Foto: Infiniti