Erweiterung des August Horch Museums in Zwickau

August Horch Museum 2Zusätzliche 3.500 qm und 70 Großexponate * Rennsport der Auto Union und Geschichte des Trabant * Technik und Ambiente * Gestern (Auto Union) und Heute (VW) * Historische Produktionsstätte (von 1911) und modernste Inszenierung

Im August Horch Museum Zwickau können Pioniergeist und Erfindungsreichtum des Automobilbaus hautnah erlebt werden. 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche waren nicht genug, um auch in Zukunft die Ansprüche an die geschichtliche Darstellung des Automobilbaus in Sachsen erfüllen zu können.

Ganz neu und aufwendig inszeniert werden die Silberpfeile der Auto Union präsentiert. Man kann auf den Zuschauerrängen beim Großen Preis Platz nehmen, die Video-Installation genießen und sich mittendrin fühlen. Die Auto Union-Typen C und D stehen schon in der Startaufstellung, eine Stromlinie wird gerade vom Renntransporter gerollt.

Das neue Ausstellungsgebäude soll Schöpfertum, Erfindungsreichtum, Ideenvielfalt und Innovationskraft trotz Ressourcenknappheit sowie die Menschen in der ehemaligen DDR würdigen. Das gelingt auf unterhaltsame, informative Weise; einmalige Exponate, mittels Multimediadisplays, Schautafeln, Kurzfilmen, Mitmach-Stationen, (Fahr-)Simulationen und Spielideen.
Man kann den ersten Neubeginn-Bestrebungen mit Schrotmühlen und Tretautos nachspüren, ebenso der ersten volkseigenen Fahrzeugproduktion, den Luxuskarossen im Auftrag der sowjetischen Besatzungsmacht oder dem ersten und zugleich letzten Horch-Serien-Pkw der Nachkriegszeit.
Dem staatlich verordneten Kleinwagen Trabant mit der 32fach patentierten Kunststoff-Karosserie und seinen verschiedenen Modellen begegnet man immer wieder in der Ausstellung, ob man sich einen Film zur Produktion anschaut, die „Urlaubsstraße“ empor läuft und von oben den Überblick genießt oder den Zeitgeist in einer typischen DDR-Garage entdeckt. Man kann sich selbst virtuell einen Trabant tunen oder eine Simulationsfahrt durch eine Plattenbau-Siedlung antreten.

Service Museum Zwickau3Die weltweit einzig verbliebene Fertigungsanlage für die Herstellung von Duroplast kann im Erweiterungsbau endlich gezeigt werden. Geheimentwicklungen und Prototypen trifft man im Museum ebenso an wie Rallyeausführungen, den „1.1er“, oder den letzten Trabant. Der Trabant ist tot – es lebe der Trabant. Trabikult – Treffen, Clubs und Traditionspflege beweisen das bis heute. Aber wie ging es nach 1990 weiter? Diese Frage führt in die Gegenwart mit VW Sachsen, der Zulieferindustrie und den Entwicklungsbüros. Schon 1984 wurde im Zwickauer Stadtteil Mosel der Grundstein des Überlebens gelegt. Bis heute ist Zwickau die tragende Säule im Autoland Sachsen.

Der Erweiterungsbau beherbergt zudem großzügige Flächen für die Museumspädagogik, die zu einem Markenzeichen des August Horch Museums geworden ist.
Zur Verbindung zwischen dem bestehenden Museum und dem Erweiterungsgebäude ist ein Zwischengebäude errichtet worden, mit Museumsrestaurant, Küchen- und Sanitärräumen. Im neu eingerichteten Restaurant „August Horch“ können die Besucher täglich wechselnde frische, große und kleine Speisen bekommen, sich erholen und Erlebnisse auf sich wirken lassen.

Text und Fotos: August Horch Museum Zwickau gGmbH